Urteil: Flirtcafe.de darf nicht mehr mit gratis Anmeldung werben

flirtcafe.de hat einen prozess gegen die verbraucherzentrale verloren

In meinem letzten Beitrag habe ich Euch bereits über ein Gerichtsurteil informiert, welches gegen die laut den Richtern nicht rechtmäßige Umsetzung des Widerrufsrecht der Dating Plattform Parship gefällt wurde, nun gibt es schon wieder Neuigkeiten aus den Deutschen Gerichtsfluren, diesmal wurde allerdings der Sextreff flirtcafe.de vor den Kadi gezerrt. Geklagt hatte die Verbraucherzentrale, welcher die Werbung der Plattform ein Dorn im Auge war, das Widerrufsrecht kam aber auch auf den Prüfstand und viel ebenso durch wie die angeprangerten Werbemaßnahmen.

Flirtcafe darf nicht mehr mit kostenloser Anmeldung werben

Die Verbraucherzentrale (Verbraucherzentrale Bundesverband) hatte geklagt, weil der Sextreff Flirtcafe ihrer Meinung nach mit unlauteren Methoden geworben hat. Auslöser war die Werbebotschaft „Jetzt kostenlos anmelden!“ auf der Startseite des Portals, welche den potentiellen Mitgliedern laut Verbraucherzentrale vermittelt, dass man auf der Plattform kostenlos Dates verabreden kann. Dies ist allerdings nicht möglich, denn als kostenloses Mitglied kann man auf der Plattform lediglich sein Profil ausfüllen und sich die Profile der anderen Mitglieder anschauen, diese aber kontaktieren, geschweige denn mit diesen chatten, ist als kostenloses Mitglied nicht möglich. Hierzu benötigt man eine kostenlose Mitgliedschaft, welche auf den ersten Blick mit einem Preis von 1,99€ für einen Zeitraum von 10 Tagen sehr günstig ist, sich bei Nichtkündigung allerdings zu einem Abo über 6 Monate verlängert, welches mit stolzen 468,00€ zu Buche schlägt. Auch diese Abofalle hat die Verbraucherzentrale bemängelt und in beiden Punkten vor Gericht Recht bekommen. Da das Urteil allerdings noch nicht rechtskräftig ist, kann man derzeit noch nicht damit rechnen, dass die Plattform reagiert und Ihr Angebot zumindest etwas kundenfreundlicher gestaltet.

Widerrufsrecht wurde Kunden gesetzeswidrig verwehrt

Doch die soeben angesprochenen Verfehlungen seitens der Plattform sind noch lange nicht das Ende der Fahnenstange, denn vor Gericht hat die Verbraucherzentrale auch noch das Widerrufsrecht angeprangert, welches den Kunden ihrer Meinung nach gesetzeswidrig verwehrt wurde. In der Vergangenheit haben sich viele Kunden von Flirtcafe an die Verbraucherzentrale gewendet, mit der Bitte zu vermitteln und das gesetzlich vorgeschriebene Widerrufsrecht durchzusetzen. Die Kunden hatten dies im Vorwege teilweise schon mehrfach versucht, scheiterten aber jedes mal kläglich. Unter anderem telefonisch wollten die Kunden sich bei der Plattform beschweren bzw. nachfragen wie es mit der Bearbeitung des eingereichten Widerrufs ausschaut, zu hören bekamen Sie eine Bandansage, auf welcher eine Information zum Widerruf abgespult wurde. In dieser wurden die Kunden darauf hingewiesen, dass das Widerrufsrecht schon dann verwirkt sei, wenn auch nur eine einzige Nachricht auf dem Portal geschrieben wurde. Dies lässt durchaus Parallelen zum Parship Urteil zu, die Richter haben desweiteren auch ähnlich geurteilt und Flirtcafe diese Vorangehensweise untersagt, es wurde seitens des Betreibers sogar eine Unterlassungserklärung abgegeben, welche eine saftige Strafe vorsieht, sollte der Betreiber wieder zu alten Gewohnheiten zurückkehren.

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