Urteil: Kündigung auf Sextreff muss per E-Mail möglich sein

kündigungen auf online sextreffs müssen per e-mail möglich sein

Auch wenn diese News nicht mehr ganz so taufrisch ist, wollte ich Euch dennoch über diese Neuigkeit aus dem letzten Jahr informieren, welche äußerst positive Auswirkungen für zahlende Mitglieder diverser Sextreffs hat. Das Landgericht Hamburg hat im April letzten Jahres in einem Grundsatzurteil festgestellt, dass eine Kündigung seiner Mitgliedschaft auf einem Online Sextreff grundsätzlich auch per E-Mail möglich sein muss. Wie es zu diesem Urteil gekommen ist und wie das Landgericht seine Rechtssprechung beurteilt hat, erfahrt Ihr in den folgenden Zeilen.

Verbraucherzentrale klagt erfolgreich gegen Elite Medianet GmbH

Dem äußerst erfreulichen Urteil des Landegerichtes ist eine Klage des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen hervorgegangen, welche die Klage für einen Mann eingereicht hat, welcher sich wegen einer per E-Mail versendeten und nicht akzeptierten Kündigung an diese gewendet hatte. Beklagte war die Elite Medianet GmbH mit Sitz in Hamburg, welche im Internet unter anderem die bekannten Dating Portale Elite Partner sowie Academic Partner betreibt und im Vorwege schon einige male mehr schlecht als recht für Aufsehen gesorgt hat. Der „Mandant“ der Verbraucherzentrale war nicht damit einverstanden, dass seine per E-Mail versendete Kündigung, obwohl diese fristgerecht bei der Elite Medianet GmbH eingegangen ist, nicht akzeptiert und die vereinbarten Mitgliedsbeiträge weiterhin von seinem Konto abgebucht wurden. Daraufhin hatte dieser sich an die Verbraucherzentrale gewendet und um Unterstützung gebeten, welcher er auch erhalten hat.

LG Hamburg macht Kündigungsmöglichkeit per E-Mail zur Pflicht

Das Ende der Geschichte ist ja nun schon bekannt, das Landgericht Hamburg ist der Auffasung des Klägers gefolgt und hat in einem Grundsatzurteil festgestellt, dass Kündigungen auf einem Online Sextreff grundsätzlich auch per elektronischer Post akzeptiert werden müssen. Doch dieses Urteil wurde natürlich nicht aus dem Bauch heraus gefällt, sondern aufgrund verschiedener sowie sinnvoller Schlussfolgerungen des Landgerichtes. So haben die Richter Ihr Urteil unter anderem damit begründet, dass auf einer Plattform, welche es dem Besucher möglich macht auf elektronischem Wege eine kostenpflichtige Mitgliedschaft abzuschließen, diesem auch ermöglicht werden muss die Mitgliedschaft wieder auf elektronischem Wege zu kündigen. Selbst wenn in den Agb ein Passus untergebracht wurde, welcher Aussagt dass eine Kündigung nur schriftlich auf dem Postwege erfolgen kann, ist eine nicht akzeptierte per E-Mail eingegangene Kündigung nicht rechtens und so kann in diesem Fall auch auf keine Fortzahlung der Mitgliedschaftsbeiträge bestanden werden.

Was haltet Ihr denn von diesem Urteil? Ich finde es mehr als sinnvoll, denn leider gibt es unter den vielen seriösen Sextreffs immer noch diverse schwarze Schafe, welche mit allen Mitteln versuchen den Nutzern Ihrer Plattformen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Vielleicht seid Ihr ja auch schon mal Opfer solcher Ganoven geworden? Wenn ja, würde ich Eure Erfahrungen zu diesem Thema gerne hören!

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